Mittwoch, 14. Dezember 2016

Eine Reportage fotografiert mit Worten

"Wer eine Reportage schreibt, fotografiert mit Worten"

In einer Reportage geht es oftmals häufiger um das Erzählen des Wahrgenommenen. Deshalb sollte der Schreiber einer Reportage seine Eindrücke und Informationen bildhaft übermitteln. Mit abwechslungsreichen und beschreibenden Adjektiven, gibt er dem Leser das Gefühl, am Geschehen teil zu haben.

Durch den unterhaltsamen Charakter einer Reportage, weckt sie bei dem Leser eine gewisse Neugier für die Thematik. Sie beschreibt einen aus der unmittelbaren Situation erwachsenen Augenzeugenbericht. Es gilt die Atmosphäre des Geschehens festzuhalten und weiterzuvermitteln.

Eine Reportage kann aus Text, Bild, bewegtem Bild oder gesprochenem Wort bestehen. Oftmals werden diese Elemente auch in Kombination angewandt.
Die Reportage ist eine journalistische Darstellungsform, die sich medienübergreifend an ganz ähnlichen Stilmitteln orientiert.
In den Printmedien ist sie ein tatsachenorientierter Erlebnisbericht. Der Autor ist sowohl Augenzeuge, als auch Erzähler und vermittelt seine gesammelten Eindrücke durch Verwendung bildhafter Sprache.


"Als sie starb, trug sie schwarz. Ein Oberteil mit langen Ärmeln, darunter ein kurzes Top. Schwarze Jeans über schwarzen Leggins. Die dunklen, halblangen Haare hatte sie heller gefärbt. Ihre Socken waren bunt. Als sie starb, war sie zwischen dreißig und vierzig Jahre alt. Das ist alles, was man von ihr weiß."
Auch dieser Textausschnitt, aus der Reportage Nr. 13 - Die Tote aus dem Mittelmeer, bedient sich einer großen Bildlichkeit. Die Reportage befasst sich mit dem aktuellen Thema der Flüchtlingskatastrophe und gibt dem Leser einen Einblick in das Geschehen. Durch bildhafte Sprache und Hintergrundinformationen ermöglicht sie es dem Leser, sich besser in die Lage der Situation hineinzuversetzen und regt einen damit zum Nachdenken an.


Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Reportage immer eine Geschichte erzählt, die sich mit einem Oberthema befasst. Sie versucht das Gezeigte für dem Empfänger erlebbar zu machen und bedient sich dabei einer großen Bildlichkeit.

Kristin Schachtschneider

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen