Montag, 12. Dezember 2016

Dokumentationen

Was ist eine Doku?[1][2]

Der Begriff „Doku“ umfasst ein breites Spektrum an Sendungstypen, deren Ziel es ist, tatsächliches Geschehen oder Stellungen möglichst genau abzubilden.  In einer Dokumentation wird der Sachverhalt in seinen Einzelheiten zerlegt  und  in größeren Zusammenhängen eingeordnet. Eine Doku sollte dabei vorzugsweise objektiv sein, und seine Informationen sachlich  darstellen.

Welche Vorbereitung sollte man treffen bevor man eine Doku drehen will?[3]

Der wohl wichtigste Aspekt über den man sich Gedanken machen muss ist das Thema. Vermeiden sollte man dabei bestmöglich Dokumentarische Filme über allgemein bekannte Themen oder Fragestellungen, auf die man die Antwort auf Anhieb schon besitzt.

Die Recherche[4]

Ebenso wichtig wie die richtige Wahl des Themas ist die Vorarbeit. Dabei ist die Aufwendigkeit mindestens genau so groß wie das kreieren eines fiktionalen Filmes. Hierbei gibt Der Bundesverband für Jugend und Film einige hilfreiche Fragestellungen:
    • Was soll gezeigt werden?
    • Welche Bilder könnten sich ergeben?
    • Wer soll interviewet werden? ( Bei Dokumentarfilmen ist das richtige Interview  der Schlüssel zum Erfolg)
    • Welche Fragen sollen gestellt werden und welche Antworten sind zu erwarten?
    • Wie soll auf die Antworten reagiert werden?
Die Selbstgedrehten Bilder sind meist für Dokumentarfilmen nicht ausreichend. Hierzu behilft man sich in dem man nach Archivmaterial oder das Material eines Fremden zurückgreift. Hierbei sollte man ganz dringend die Urheberrechte beachten. Falls es für das gewählte Thema zu wenig bewegte Bilder vorhanden sind, dürfen auch Fotos und Texte in den Filmen integriert werden. 

Die Objektivität[5]

Die wohl wichtigste Regel eines Dokumentarfilms ist die Objektivität:
  • "Die Idee des Dokumentarfilms ist es, das wirkliche menschliche Leben, so wie es ist, einzufangen"

Die objektive Berichterstattung eines jeden Journalisten ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Er sollte die Themen von allen Seiten hinterfragen und alle Beteiligten gleichberechtigt zu Wort kommen zu lassen. Jedoch stellt ein Dokumentarfilm lediglich einen Ausschnitt einer Realität dar, deswegen sollte sich auch das Interesse des Produzenten und die Gefühle und Beziehungen der Beteiligten gleich gestellt sein. 

Inszenierung vs. Objektivität im Dokumentarfilm[6]

Es gibt zwei verschiedene Formen in einem Dokumentarfilm:

"Der Ansatz des DIRECT CINEMA besagt, dass die Kamera nur beobachten und nicht in das beobachtete Geschehen eingreifen darf."

Hierbei sollen die Akteure ihre Rollen ganz natürlich und spontan spielen. Hier halten sich die Kameras möglichst unbemerkt im Hintergrund.

"Der Ansatz des CINEMA VERITE besagt, dass die Kamera präsent sein und der Regisseur in das Geschehen eingreifen darf"

Hier darf der Regisseur die Ereignisse die gefilmt werden sollen, aber aber zum Zeitpunkt des Drehs gerade nicht eintreten, auch inszenieren. 


In den folgenden zwei Teasern erkennt man den Unterschied zwischen "DIRECT CINEMA" und "CINEMA VERITE"

        Quellennachweis
[2] http://www.br-online.de/jugend/izi/deutsch/publikation/televizion/25-2012-1/kinateder_dok%20formate.pdf
[3]http://www.jungefilmszene.de/filmemachen/praxis.php?id=20&k=3
[4]http://www.jungefilmszene.de/filmemachen/praxis.php?id=21&k=3
[5]http://www.jungefilmszene.de/filmemachen/praxis.php?id=22&k=3
[6]http://www.jungefilmszene.de/filmemachen/praxis.php?id=24&k=3


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