Sonntag, 1. Januar 2017

Das journalistische Porträt im Internet

Das Internet ist aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Nahezu alles ist zusätzlich zum herkömmlichen Weg auch hier zu finden. Der Fernsehbericht ist als Livestream verfügbar, viele Fernsehsender haben ihren eigenen YouTube-Kanal, auf dem sie Zusatzberichte, Ausschnitte oder auch teilweise ganze Sendungen hochladen, so gut wie jede Zeitschrift lässt sich inzwischen auch online abrufen und auch Radiosender stellen Podcasts ins Internet.
So ist es kein Wunder, dass man auch hier viele journalistische Porträts findet. Egal ob in Video-, Audio- oder Textform, hier ist alles zu finden. Größter Unterschied zu den anderen Medien: Hier kann jeder veröffentlichen, es wird nichts auf Richtigkeit überprüft.

Im Netz ist eine höhere Interaktion mit der Zielgruppe möglich. Porträts können bewertet, kommentiert und Informationen können ergänzt werden. Doch Vorsicht ist geboten: Nicht alles, was hier gefunden wird, muss der Wahrheit entsprechen. Es können auch Porträts mit Unwahrheiten veröffentlicht werden um Personen damit zu schaden.

Im Internet lassen sich oft Reihen finden, in denen in mehreren Episoden oder Beiträgen Porträts über Personen einer bestimmten Branche veröffentlicht werden. Hier liegt der Vorteil zu den anderen Medien. Statt jeden Mittwoch um Punkt 9 Uhr vor dem Fernseher zu sitzen und sich das nächste Porträt zu einem bekannten Musiker anzusehen, setzt man sich egal zu welcher Uhrzeit entspannt an seinen Computer oder nimmt das Smartphone zur Hand und klickt sich durch einen YouTube-Kanal. Statt jeden Tag gespannt auf die nächste Tageszeitung zu warten, scrollt man sich durch einen Blog
(zum Beispiel den Blog artistxite um unzählige Porträts deutscher und internationaler Musiker zu entdecken). Der Tag muss nicht mehr nach bestimmten Sendezeiten gerichtet werden.

Viele Blogs, die im Internet zu finden sind, sind hobbymäßig betrieben und kein Vollzeitjob. Folglich fallen die Porträts oft kürzer und weniger ausführlich aus, als zum Beispiel in den Printmedien. Auch das Budget der Autoren ist meist niedriger, wodurch Interviews mit berühmten Persönlichkeiten vor dem Schreiben des Porträts oft wegfallen.

Hier im Internet kann man alles finden. Sogar Porträts über ganz unbekannte Menschen. Menschen die in ihrem Leben noch kein Aufsehen erregt haben. Menschen die nichts Weltbewegendes erfunden oder getan haben. Die Berlinerinnen Jule und Anni gründeten in November 2013 ein Online-Magazin mit dem Namen „im gegenteil“. Hier werden wöchentlich Porträts über Singles veröffentlicht. Menschen die auf der Suche nach der oder dem Richtigen sind. Singlebörse mal anders.
Wenn auch ihr jemanden kennen lernen wollt, selbst porträtiert werden wollt oder ihr gerne liebevoll geschriebene Porträts mit tollen Fotos untermalt, lesen wollt, dann klickt hier: *klick*

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